L.nsentrug Comments http://linsentrug.blogsport.de "Les non-dupent errent." - Jacques Lacan Sat, 15 Dec 2018 08:37:20 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 by: Occupy Production! « Teilnahmebedingungen. http://linsentrug.blogsport.de/2011/06/29/verschwoerungstheorien-kontern/#comment-511 Sat, 15 Oct 2011 17:50:51 +0000 http://linsentrug.blogsport.de/2011/06/29/verschwoerungstheorien-kontern/#comment-511 [...] Es gibt also verschiedene Möglichkeiten, wie sich die Occupy-Bewegung entwickeln kann. 1. Der Protest ist Ausgangspunkt einer massenhaften Kritik der kapitalistischen Produktionsverhältnisse. Erfordert massive Propaganda und wissbegierliche »Empörte«, was beides schwer zu stemmen wäre. 2. Der Protest setzt sich fort und entwickelt sich nicht über die Bankenjagd hinaus. Im besten Falle passiert nichts, auch weil die Sozialdemokratie die Bewegung schluckt. Vor allem aber, weil gar nichts passieren kann, wenn die kapitalistische Produktion nicht über den Haufen geworfen wird. Im schlechtesten Fall werden auf dem Weg noch die Falschen gelyncht, aber eher nicht. 3. Die Proteste ebben ab und ein paar warme Worte reichen wieder aus. [...] […] Es gibt also verschiedene Möglichkeiten, wie sich die Occupy-Bewegung entwickeln kann. 1. Der Protest ist Ausgangspunkt einer massenhaften Kritik der kapitalistischen Produktionsverhältnisse. Erfordert massive Propaganda und wissbegierliche »Empörte«, was beides schwer zu stemmen wäre. 2. Der Protest setzt sich fort und entwickelt sich nicht über die Bankenjagd hinaus. Im besten Falle passiert nichts, auch weil die Sozialdemokratie die Bewegung schluckt. Vor allem aber, weil gar nichts passieren kann, wenn die kapitalistische Produktion nicht über den Haufen geworfen wird. Im schlechtesten Fall werden auf dem Weg noch die Falschen gelyncht, aber eher nicht. 3. Die Proteste ebben ab und ein paar warme Worte reichen wieder aus. […]

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by: Bernhard http://linsentrug.blogsport.de/2011/05/18/ohne-vernuenftigen-kartoffelsalat-kein-richtiger-arbeiterstaat/#comment-419 Mon, 08 Aug 2011 16:14:14 +0000 http://linsentrug.blogsport.de/2011/05/18/ohne-vernuenftigen-kartoffelsalat-kein-richtiger-arbeiterstaat/#comment-419 Ein richtiger Kartoffelsalat gehört doch zur Grundausstattung von jeder Feier der arbeitenden Bevölkerung. Ein richtiger Kartoffelsalat gehört doch zur Grundausstattung von jeder Feier der arbeitenden Bevölkerung.

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by: DGS / TaP http://linsentrug.blogsport.de/2011/05/18/ohne-vernuenftigen-kartoffelsalat-kein-richtiger-arbeiterstaat/#comment-360 Mon, 11 Jul 2011 13:30:59 +0000 http://linsentrug.blogsport.de/2011/05/18/ohne-vernuenftigen-kartoffelsalat-kein-richtiger-arbeiterstaat/#comment-360 Mittlerweile wurde ein neuer blog speziell zur Zusammenführung und gemeinsamen Fortsetzung der Debatte eingerichtet: http://arschhoch.blogsport.de Eine Übersicht über alle bisher zu dieser Debatte erschienen Texte findet sich dort: http://arschhoch.blogsport.de/texte/ Mittlerweile wurde ein neuer blog speziell zur Zusammenführung und gemeinsamen Fortsetzung der Debatte eingerichtet:

http://arschhoch.blogsport.de

Eine Übersicht über alle bisher zu dieser Debatte erschienen Texte findet sich dort:

http://arschhoch.blogsport.de/texte/

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by: L.nsentrug http://linsentrug.blogsport.de/2011/06/29/verschwoerungstheorien-kontern/#comment-328 Mon, 04 Jul 2011 18:52:31 +0000 http://linsentrug.blogsport.de/2011/06/29/verschwoerungstheorien-kontern/#comment-328 "Die Diffamierung der Natürlichen Wirtschaftsordnung wird vor allem von Asozialen betrieben, die der rückwärtsgewandten Ideologie des Marxismus (Staatskapitalismus) anhängen." (Text "Kapitalverbrechen": http://www.deweles.de/files/kapitalverbrechen.pdf) Als literarischer Text entfaltet die Bibel ihre Wahrheit zweifellos erst durchs Kontinuum der Geschichte, aber bei den historischen Bedingungen, die der Text reflektiert, muss man allerdings von der Realität der Klassen absehen, um einen sozioökonomischen Entwurf zu ersinnen, der sich als vermeintliche Versöhnung des Menschen mit dem Menschen jenseits des Kapitalismus verortet, indem man den Zins dispensiert. Denn Zins als gesellschaftliches Verhältnis ist aber möglich nur unter der Bedingung der Ungerechtigkeit, unter der Bedingung der Klassengesellschaft. Eine sogenannte "Freiwirtschaftslehre", die offensichtlich nur die Sphäre der Distribution im Sinn hat (weswegen das Geld darin offenbar eine so prominente Rolle spielt), verkennt die inneren Widersprüche in der Produktionssphäre und verkennt die Bedeutung des Klassenstandpunktes in Marxens Analyse des Kapitals, ohne dass ich das jetzt ausführen werde. Nun, eine Theorie wie den Marxismus als "rückwärtsgewandte Ideologie" zu bezeichnen, ist gerade selbst eine ideologische Form, die den "Ursprung" (die Theorie) mit der Kontingenz aller geschichtlich bedingten Folgen identifiziert. Nur durch diesen naiven Umkehrschluss wird ein Schuh daraus, denn Marx selbst sträubte sich gegen die positiven Entwürfe des Sozialismus. Es sieht so aus, als ob wir mit der "Freiwirtschaftslehre" eine Theorie haben, die den Zins auszutilgen gedenkt, ohne die gesellschaftlichen Verhältnisse zu berühren (weswegen Gesell sich zeitlebens gegenüber Marx verschloss), d.h. an den gesellschaftlichen Institutionen festhalten will, deren historischen Form das Resultat dessen ist, was sich jene kritische Kritik gerade vorknüpft: die bürgerlichen Verkehrsformen. Eine Theorie also, die die Aufhebung des bürgerlichen Privateigentums als notwendigen Schritt zur Aufhebung des Kapitalverhältnisses Eine "natürliche Wirtschaftsordnung", also ein "Markt" ohne Kapitalismus, wie hier gefordert wird, erscheint mir auf den ersten Blick vertraut wie die alte Melodei von der edlen feudalen "Bodenständigkeit" und der bösen ubiquitären Geldzirkulation oder vom "guten" und "schlechten" Geld oder vom raffenden und schaffenden Kapital: verkürzte Kritik. Stefan, ich würde sagen, wenn Revolution, dann will ich dem aber auch eine anständige Analyse zugrunde liegen, die nicht auf dogmatische Setzungen rekurriert, sondern im Gegenteil, das Bestehende einer scharfen Kritik unterzieht, wie selbstverständlich gerade den ehemaligen und gegenwärtig real existierenden Sozialismus. Diese Selbstreflexivität, die der "Rückwärtsgewandtheit" diametral entgegen steht, wäre der Anspruch des genuinen wissenschaftlichen Sozialismus: "…so it´s on and on and on" „Die Diffamierung der Natürlichen Wirtschaftsordnung wird vor allem von Asozialen betrieben, die der rückwärtsgewandten Ideologie des Marxismus (Staatskapitalismus) anhängen.“ (Text „Kapitalverbrechen“: http://www.deweles.de/files/kapitalverbrechen.pdf)

Als literarischer Text entfaltet die Bibel ihre Wahrheit zweifellos erst durchs Kontinuum der Geschichte, aber bei den historischen Bedingungen, die der Text reflektiert, muss man allerdings von der Realität der Klassen absehen, um einen sozioökonomischen Entwurf zu ersinnen, der sich als vermeintliche Versöhnung des Menschen mit dem Menschen jenseits des Kapitalismus verortet, indem man den Zins dispensiert. Denn Zins als gesellschaftliches Verhältnis ist aber möglich nur unter der Bedingung der Ungerechtigkeit, unter der Bedingung der Klassengesellschaft. Eine sogenannte „Freiwirtschaftslehre“, die offensichtlich nur die Sphäre der Distribution im Sinn hat (weswegen das Geld darin offenbar eine so prominente Rolle spielt), verkennt die inneren Widersprüche in der Produktionssphäre und verkennt die Bedeutung des Klassenstandpunktes in Marxens Analyse des Kapitals, ohne dass ich das jetzt ausführen werde. Nun, eine Theorie wie den Marxismus als „rückwärtsgewandte Ideologie“ zu bezeichnen, ist gerade selbst eine ideologische Form, die den „Ursprung“ (die Theorie) mit der Kontingenz aller geschichtlich bedingten Folgen identifiziert. Nur durch diesen naiven Umkehrschluss wird ein Schuh daraus, denn Marx selbst sträubte sich gegen die positiven Entwürfe des Sozialismus.

Es sieht so aus, als ob wir mit der „Freiwirtschaftslehre“ eine Theorie haben, die den Zins auszutilgen gedenkt, ohne die gesellschaftlichen Verhältnisse zu berühren (weswegen Gesell sich zeitlebens gegenüber Marx verschloss), d.h. an den gesellschaftlichen Institutionen festhalten will, deren historischen Form das Resultat dessen ist, was sich jene kritische Kritik gerade vorknüpft: die bürgerlichen Verkehrsformen. Eine Theorie also, die die Aufhebung des bürgerlichen Privateigentums als notwendigen Schritt zur Aufhebung des Kapitalverhältnisses Eine „natürliche Wirtschaftsordnung“, also ein „Markt“ ohne Kapitalismus, wie hier gefordert wird, erscheint mir auf den ersten Blick vertraut wie die alte Melodei von der edlen feudalen „Bodenständigkeit“ und der bösen ubiquitären Geldzirkulation oder vom „guten“ und „schlechten“ Geld oder vom raffenden und schaffenden Kapital: verkürzte Kritik.

Stefan, ich würde sagen, wenn Revolution, dann will ich dem aber auch eine anständige Analyse zugrunde liegen, die nicht auf dogmatische Setzungen rekurriert, sondern im Gegenteil, das Bestehende einer scharfen Kritik unterzieht, wie selbstverständlich gerade den ehemaligen und gegenwärtig real existierenden Sozialismus. Diese Selbstreflexivität, die der „Rückwärtsgewandtheit“ diametral entgegen steht, wäre der Anspruch des genuinen wissenschaftlichen Sozialismus: „…so it´s on and on and on“

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by: Stefan Wehmeier http://linsentrug.blogsport.de/2011/06/29/verschwoerungstheorien-kontern/#comment-310 Thu, 30 Jun 2011 21:22:41 +0000 http://linsentrug.blogsport.de/2011/06/29/verschwoerungstheorien-kontern/#comment-310 Jüdische Tradition Schüler: Was bedeutet ez pri ose pri? Rabbi: Baum, der Frucht ist und Frucht macht. Schüler: Warum sagen dann alle „Baum des Lebens“ dazu? Rabbi: Wäre ich ein Rabbi, wenn ich das wüsste? Schüler: Entschuldigung! Rabbi: Akzeptiert. Schüler: Und was bedeutet ez ose pri? Rabbi: Muss ich dir alles vorsagen? Finde es selbst heraus! Schüler: Baum, der Frucht macht? Rabbi: Möglicherweise. Schüler: Dann ist das also der „Baum der Erkenntnis von Gut und Böse“? Rabbi: Wäre ich ein Rabbi, wenn ich das bestätigen würde? Schüler: Nein, Rabbi. Aber wenn Du es bestätigt hättest, wäre es dann nicht logisch, dass die „Frucht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse“ das ist, was J. M. Keynes 1935 „reward for liquidity renunciation“ nannte? Rabbi: Soll ich Fremdsprachen lernen, nur um deine Vermutungen zu bestätigen? Schüler: Auf gut Deutsch: „Urzins“, S. Gesell, 1916. Rabbi: Willst du damit andeuten, der Allerhöchste habe dem auserwählten Volk seine wohlverdiente Belohnung für Konsumverzicht verboten? Schüler: Natürlich nicht. Ich muss mich wohl geirrt haben. Rabbi: Noch so ein Irrtum, und du kannst in die nächste Koranschule wechseln! Schüler: Aber wenn das kein Irrtum wäre, bräuchten wir uns mit unseren Nachbarn nicht mehr zu streiten. Rabbi: Wer ist reich und wer ist arm? Schüler: Wir sind reich. Rabbi: Richtig. Das auserwählte Volk ist reich. Und jetzt benimm dich auch so! Schüler: Ich werde mich bessern, Rabbi. …so it´s on and on and on - it´s Heaven and Hell: http://www.deweles.de/willkommen/himmel-und-hoelle.html Jüdische Tradition

Schüler: Was bedeutet ez pri ose pri?

Rabbi: Baum, der Frucht ist und Frucht macht.

Schüler: Warum sagen dann alle „Baum des Lebens“ dazu?

Rabbi: Wäre ich ein Rabbi, wenn ich das wüsste?

Schüler: Entschuldigung!

Rabbi: Akzeptiert.

Schüler: Und was bedeutet ez ose pri?

Rabbi: Muss ich dir alles vorsagen? Finde es selbst heraus!

Schüler: Baum, der Frucht macht?

Rabbi: Möglicherweise.

Schüler: Dann ist das also der „Baum der Erkenntnis von Gut und Böse“?

Rabbi: Wäre ich ein Rabbi, wenn ich das bestätigen würde?

Schüler: Nein, Rabbi. Aber wenn Du es bestätigt hättest, wäre es dann nicht logisch, dass die „Frucht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse“ das ist, was J. M. Keynes 1935 „reward for liquidity renunciation“ nannte?

Rabbi: Soll ich Fremdsprachen lernen, nur um deine Vermutungen zu bestätigen?

Schüler: Auf gut Deutsch: „Urzins“, S. Gesell, 1916.

Rabbi: Willst du damit andeuten, der Allerhöchste habe dem auserwählten Volk seine wohlverdiente Belohnung für Konsumverzicht verboten?

Schüler: Natürlich nicht. Ich muss mich wohl geirrt haben.

Rabbi: Noch so ein Irrtum, und du kannst in die nächste Koranschule wechseln!

Schüler: Aber wenn das kein Irrtum wäre, bräuchten wir uns mit unseren Nachbarn nicht mehr zu streiten.

Rabbi: Wer ist reich und wer ist arm?

Schüler: Wir sind reich.

Rabbi: Richtig. Das auserwählte Volk ist reich. Und jetzt benimm dich auch so!

Schüler: Ich werde mich bessern, Rabbi.

…so it´s on and on and on – it´s Heaven and Hell:
http://www.deweles.de/willkommen/himmel-und-hoelle.html

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by: Generalstreik in Griechenland, 11. Mai « Contra Info http://linsentrug.blogsport.de/2011/05/12/der-fall-des-yiannis-k/#comment-232 Tue, 31 May 2011 15:31:31 +0000 http://linsentrug.blogsport.de/2011/05/12/der-fall-des-yiannis-k/#comment-232 [...] occupied london > photos > videos >> entdinglichung >> l.nsentrug swfobject.embedSWF("http://www.youtube.com/v/celyhv_P79Y&rel=0&fs=1&showsearch=0&showinfo=0", "vvq-1257-youtube-1", "425", "344", "10", vvqexpressinstall, vvqflashvars, vvqparams, vvqattributes); May 11th, 2011 ¦ Tags: 11. Mai, Athen, Demonstration, faschistische Angriffe, Generalstreik, Patission 61 & Skaramaga Squat, polizei, Villa Amalias ¦ Category: Arbeit, Gefängnisse - Einsperrung, Migranten - Antifaschismus, Nachrichten, Repression, Video - Multimedien [...] […] occupied london > photos > videos >> entdinglichung >> l.nsentrug swfobject.embedSWF(„http://www.youtube.com/v/celyhv_P79Y&rel=0&fs=1&showsearch=0&showinfo=0″, „vvq-1257-youtube-1″, „425″, „344″, „10″, vvqexpressinstall, vvqflashvars, vvqparams, vvqattributes); May 11th, 2011 | Tags: 11. Mai, Athen, Demonstration, faschistische Angriffe, Generalstreik, Patission 61 & Skaramaga Squat, polizei, Villa Amalias | Category: Arbeit, Gefängnisse – Einsperrung, Migranten – Antifaschismus, Nachrichten, Repression, Video – Multimedien […]

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by: The Times They Are A-Changin‘ « L.nsentrug http://linsentrug.blogsport.de/2011/05/13/angelus-novus/#comment-228 Sun, 29 May 2011 12:17:45 +0000 http://linsentrug.blogsport.de/2011/05/13/angelus-novus/#comment-228 [...] Weil das Kapital sich immer mehr von den Bedürfnissen der Selbsterhaltung der Gattung löst und sich als die hegemoniale Herrschaftsform durchsetzt, ehe es dereinst praktisch aufgehoben wird, ist es der negative Souverän gesellschaftlichen Lebens. Ihm es die bürgerliche Politik in letzter Instanz unterworfen. Vor diesem Hintergrund erscheint die Leier von der schlechten Repräsentation der „Bürger“ durch die Politiker (Politik eines Staates, dessen juristische Formen die Warenproduktion zum Zwecke der Profitrealisierung sichern) ebenso wie die Kritik an der vermeintlichen moralischen Verkommenheit der Finanzhaie (Finanzkapital als Instrument zur geldförmigen Vermittlung der disparaten Momente der Produktion) als ideologisches Gewäsch. Eine Kritik, die die mannigfaltigen dahinterstehenden Vermittlungen nicht problematisiert, bleibt ohnmächtig gegenüber der Funktionsweise des transnationalen Kapitals und erinnert stark an die sozialdemokratische Apologie des Bestehenden. Wollen wir nicht hoffen, dass die „Spanische Revolution“ das Schicksal eines bornierten Reformismus ereilt! Doch um das zu vereiteln, muss sie sich all der hier problematisierten Illusionen entledigen, die ihren emanzipatorischen Impuls hindern können und werden, sofern sie sich nicht radikalisiert. Und so wichtig der Pragmatismus dieser Protestbewegung auch ist, ihre politischen Geltung bezieht sie letztlich aus der praktischen Perspektive, die über das unmittelbare Tagesgeschäft hinausragt. Nun, nimmt man sie beim eigenen Wort, so empfehlen wir die Einsicht und den Mut zu revolutionären Forderungen. Lassen wir uns dazu auf ein Gedankenspiel ein. Wir wollen den Satz „Ich bin kein Produkt dessen, was ich kaufe, weshalb ich es kaufe oder von wem“ aus dem „Democracia Real Ya!“-Manifest wiefolgt umformulieren: „Ich bin kein Produkt dessen, was ich produziere (Waren), weshalb ich es produziere (Mehrarbeit, Lohn) oder wofür (Mehrwert, Profit).“ Zwar ist die Modifikation recht simpel: man sieht, die Phänomene der Distributionssphäre werden auf die sie begründende Produktionssphäre bezogen, weiter nichts. Beide Sätze verhalten sich polemisch gegenüber den Prämissen ihrer Konstiuierung, hier will jemand nicht das sein, wozu ihn die Verhältnisse machen. Doch allein den zweiten mag man radikal und revolutionär nennen. Warum? Durch die Enthüllung seiner unausgewiesenen Implikationen, die ihn von seiner ideologischen Ummantelung befreit, verhält sich der erste, modifizierte Satz nun expressis verbis unversöhnlich gegenüber den bürgerlichen Verkehrsformen: seine Perspektive läge jenseits der Warengesellschaft! In diesem Sinne: „Wir Communisten sind der Überzeugung, dass dem Subjekt die Warenform, als die seine Arbeitskraft in der Lohnabhängigkeit gehandelt wird, sich als die reale Herrschaftsform enthüllen muss, in deren Bann es im vollen Sinne des Begriffes nicht Mensch ist, sondern Ding.“ [...] […] Weil das Kapital sich immer mehr von den Bedürfnissen der Selbsterhaltung der Gattung löst und sich als die hegemoniale Herrschaftsform durchsetzt, ehe es dereinst praktisch aufgehoben wird, ist es der negative Souverän gesellschaftlichen Lebens. Ihm es die bürgerliche Politik in letzter Instanz unterworfen. Vor diesem Hintergrund erscheint die Leier von der schlechten Repräsentation der „Bürger“ durch die Politiker (Politik eines Staates, dessen juristische Formen die Warenproduktion zum Zwecke der Profitrealisierung sichern) ebenso wie die Kritik an der vermeintlichen moralischen Verkommenheit der Finanzhaie (Finanzkapital als Instrument zur geldförmigen Vermittlung der disparaten Momente der Produktion) als ideologisches Gewäsch. Eine Kritik, die die mannigfaltigen dahinterstehenden Vermittlungen nicht problematisiert, bleibt ohnmächtig gegenüber der Funktionsweise des transnationalen Kapitals und erinnert stark an die sozialdemokratische Apologie des Bestehenden. Wollen wir nicht hoffen, dass die „Spanische Revolution“ das Schicksal eines bornierten Reformismus ereilt! Doch um das zu vereiteln, muss sie sich all der hier problematisierten Illusionen entledigen, die ihren emanzipatorischen Impuls hindern können und werden, sofern sie sich nicht radikalisiert. Und so wichtig der Pragmatismus dieser Protestbewegung auch ist, ihre politischen Geltung bezieht sie letztlich aus der praktischen Perspektive, die über das unmittelbare Tagesgeschäft hinausragt. Nun, nimmt man sie beim eigenen Wort, so empfehlen wir die Einsicht und den Mut zu revolutionären Forderungen. Lassen wir uns dazu auf ein Gedankenspiel ein. Wir wollen den Satz „Ich bin kein Produkt dessen, was ich kaufe, weshalb ich es kaufe oder von wem“ aus dem „Democracia Real Ya!“-Manifest wiefolgt umformulieren: „Ich bin kein Produkt dessen, was ich produziere (Waren), weshalb ich es produziere (Mehrarbeit, Lohn) oder wofür (Mehrwert, Profit).“ Zwar ist die Modifikation recht simpel: man sieht, die Phänomene der Distributionssphäre werden auf die sie begründende Produktionssphäre bezogen, weiter nichts. Beide Sätze verhalten sich polemisch gegenüber den Prämissen ihrer Konstiuierung, hier will jemand nicht das sein, wozu ihn die Verhältnisse machen. Doch allein den zweiten mag man radikal und revolutionär nennen. Warum? Durch die Enthüllung seiner unausgewiesenen Implikationen, die ihn von seiner ideologischen Ummantelung befreit, verhält sich der erste, modifizierte Satz nun expressis verbis unversöhnlich gegenüber den bürgerlichen Verkehrsformen: seine Perspektive läge jenseits der Warengesellschaft! In diesem Sinne: „Wir Communisten sind der Überzeugung, dass dem Subjekt die Warenform, als die seine Arbeitskraft in der Lohnabhängigkeit gehandelt wird, sich als die reale Herrschaftsform enthüllen muss, in deren Bann es im vollen Sinne des Begriffes nicht Mensch ist, sondern Ding.“ […]

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by: Angelus Novus « L.nsentrug http://linsentrug.blogsport.de/2010/12/20/nebelflug-im-ungewordenen/#comment-213 Thu, 19 May 2011 19:44:51 +0000 http://linsentrug.blogsport.de/2010/12/20/nebelflug-im-ungewordenen/#comment-213 [...] Möge der griechischen Bewegung die Einsicht und die lebendige Kraft zuteil werden, den Nebelflug ins Ungewordene anzutreten, auf dass die Idee der Versöhnung, worin dereinst das je eigene Glück das des Anderen hegen mag, endlich mit Wirklichkeit gefüllt werde! [...] […] Möge der griechischen Bewegung die Einsicht und die lebendige Kraft zuteil werden, den Nebelflug ins Ungewordene anzutreten, auf dass die Idee der Versöhnung, worin dereinst das je eigene Glück das des Anderen hegen mag, endlich mit Wirklichkeit gefüllt werde! […]

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by: linkezecke01 http://linsentrug.blogsport.de/2011/05/12/der-fall-des-yiannis-k/#comment-206 Sun, 15 May 2011 09:07:44 +0000 http://linsentrug.blogsport.de/2011/05/12/der-fall-des-yiannis-k/#comment-206 Solidarität mit den Revolten in Griechenland Genesungswünsche an die verletzten Wir sind in Gedanken bei euch Solidarität mit den Revolten in Griechenland
Genesungswünsche an die verletzten Wir sind in Gedanken bei euch

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by: 14.Mai: Solidarität mit den Revolten in Griechenland « ARAB – Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin http://linsentrug.blogsport.de/2011/05/12/der-fall-des-yiannis-k/#comment-205 Fri, 13 May 2011 14:18:11 +0000 http://linsentrug.blogsport.de/2011/05/12/der-fall-des-yiannis-k/#comment-205 [...] Samstag ¦ 14.05 ¦ 18Uhr ¦ Heinrichplatz ¦Berlin-Kreuzberg Berichte: http://www.occupiedlondon.org/blog/ http://de.contrainfo.espiv.net/ http://entdinglichung.wordpress.com/2011/05/12/statements-und-berichte-z… http://linsentrug.blogsport.de/2011/05/12/der-fall-des-yiannis-k/ [...] […] Samstag | 14.05 | 18Uhr | Heinrichplatz |Berlin-Kreuzberg Berichte: http://www.occupiedlondon.org/blog/ http://de.contrainfo.espiv.net/ http://entdinglichung.wordpress.com/2011/05/12/statements-und-berichte-z… http://linsentrug.blogsport.de/2011/05/12/der-fall-des-yiannis-k/ […]

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