Deutsches Glück

Auf welt.de fand ich diesen Kommentar (mal taucht er unter diesem Link auf, dann verschwindet er wieder hinter einer Fehlermeldung) mit dem verzückenden Titel „Deutschland im Glück“. Dort steht: „Gerade jetzt, wo die Zeiten rosig scheinen, gönnen sich viele Bürger wieder den Luxus der System­kritik.“ Doch „Missmut und Pessimismus“, heisst es weiter, „wären Gift“ usf.

Kritik gerinnt dem warenförmigen Subjekt zum „Luxus“, den man sich ab und an „gönnt“ – als sei sie als Ausdruck des dämmernden Bewusstseins nicht wesentlich! – oder schlechthin „Gift“, das man meidet: Deutsches Glück, oh du Freud‘: Arbeit, Wachstum, Schnauze!

Den Ideologen sei gesagt: Kritik ist in sich notwendige Konkretisation von Unbehagen.

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Zum Unbehagen der Ökonomie: Irland