E pluribus unum

Mein Kommentar zum 9. November 2009: „Nicolas Sarkozy, Dimitri Medwedew, Bon Jovi, Gordon Brown, Thomas Gottschalk. Hillary Clinton, Michail Gorbatschow. Paul van Dyke mit „We are one“, heißt Currywurst und Fahnenmeer. „Diese Promis schwören auf die Volks-Produkte“, „Diese Volks-Produkte wünschen Sie sich für 2010″, „Das haben wir mit den Volks-Produkten erlebt.“, „Fortsetzung volkt“ (Bild.de). Was volkt auf die Volks-Produkte? Pudding will Weile haben.“

Ich habe heute einen Griechen getroffen, der sagt, in Berlin fühle er sich noch wohl. Ich höre, Berlin sei nicht Deutschland.

--- Lena, „wir haben’s geschafft“. Und lasst sie Weltmeister sein. ---

„Eine Nation versammelt sich unter ihrem Rhythmus, denn Lena feiert eine nationale Mission wie einen Kindergeburtstag.“ (Kommentar der ARD, Quelle taz.de)

Wer spricht es aus? Man hat sich die gefällige Erscheinung (und recht viel mehr ist sie uns allen nicht, mit oder ohne Fernseher) genommen. Sie hat sich durchaus auch leicht nehmen lassen vom blassen „wir“. Damit erweist sie dem Einsamen einen Bärendienst. Es hält den Satelliten im Orbit. Denn wir sehen eine Frau, wie sie die harte Hand beschwört. Ein Mann, ein Staat, sprich mein Mann, mein Staat.

Man feixt drauf los. Das Urteil, ich sei kein „Deutscher“ – ein Trugbild war er immer – „und deshalb…“ kommt einer Vollstreckung gleich. Schaurige Fremde.

Doch gilt es nichts, den Spass noch zu befragen? Zu sagen, „durch Lena Mayer-Landrut haben wir nichts erreicht“? „Mit der Weltmeisterschaft hätten wir nichts gewonnen“?

Was zählt da ein Wunsch? Wäre es nur der, verschieden zu sein ohne Angst?

--- WE ARE ONE ist die Losung der Stunde. ---

Hier noch einmal der Hinweis auf den sehr lesenswerten Artikel: taz.de